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Casa Souk ist umgeben von vielen Blumen und Insekten, wilder Macchia, Fröschen und Fledermäusen und, wie könnte es anders sein, einer Vielfalt von Vögeln. Das Haus liegt ideal zum Birden. Auf langen Spaziergängen hinauf nach San Pantaleo und in der weiteren Umgebung kommt man als passionierte Birderin voll auf die Rechnung. Meine ersten Felsenhühner z.Bsp. habe ich am Morgen auf der Terrasse des Hauses beobachtet, mit Cappuccino und Feldstecher in der Hand. Sie fauchten auf dem Felsen. Am frühen Morgen laufen sie in kleinen Trupps den Hang hinauf, und wenn man geübt im birden ist, wird man sie immer wieder sehen und hören. Im Mai, wenn die Zugvögel aus Afrika zurückgekehrt sind, geht es so richtig los. Allen voran ist es der schöne Bienenfresser, der unten in der Ebene auf den trockenen harten Wiesen seine Brutlöcher gräbt und immer wieder rufend übers Haus fliegt, oder unten auf der Strasse in grossen Trupps auf den Telefondrähten sitzt. |
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Dann natürlich zu meiner grossen Freude die vielen Ziegenmelker! Im Juni, abends um 21.00 Uhr, beginnen sie zu schnarren. Kurz bevor es dunkel wird, beginnt das Konzert, und es begeistert mich jedes Mal. Wenn es langsam dunkel wird fliegen sie tief über der Macchia und jagen Insekten, klatschen balzend mit den Flügeln und rufen huit. Wenn man Glück hat, drehen sie auch Runden über der Terrasse. In lauen Sommernächten schmiegen sie sich auf den warmen Asphalt unten auf dem Strässchen, und ich fürchte immer, dass sie überfahren werden könnten. Die Blaumerle ist überall, sitzt gerne auf dem Dach und nistet auf dem Grundstück, meist unter einem Felsenbusch, an mehreren Orten. Ihr Singflug vom Felsen ist bezaubernd und kann sehr schön beobachtet werden. Wir haben einen alten Pfosten aufgestellt und dabei vor allem an sie und die Zaunammer gedacht. Auch die Grasmücken sind überall, aber ausser den Samkopfgrasmücken alle nur sehr heimlich und schwierig zu beobachten. Sie haben mich schon manchmal zur Verzweiflung getrieben, sitzen tief in den Büschen und singen und rufen und huschen über den Weg in den nächsten Busch. Ahh........, eine echte Herausforderung! Sicher sind Dorngrasmücke, Mönchsgrasmücke und Provencegrasmücke. Ich bin aber sicher, dass es noch mehr Arten hat. Auch der Kuckuck lebt hier gut. Vorletztes Jahr hatte ich auf dem Strässchen nach San Pantaleo einmal drei aufs Mal rufen gehört. Er lässt sich gut beobachten, wenn man etwas Geduld hat. Vis-à-vis vom Haus, in den hohen Felsen, nistet jedes Jahr ein Mäusebussard Pärchen im gleichen Horst. Es ist rührend, wenn anfangs Juni die Jungen ihre Flugübungen am Nestrand machen, und dann wird’s meist hochdramatisch, wenn sie in der zweiten Juniwoche den ersten Flug wagen. Genau unter dem Nestfelsen haben Felsenschwalben ihre Näpfe. Es lohnt sich, ein Fernrohr mit Stativ mitzunehmen. Zaunammer und Grauschnäpper, Neuntöter und Rostbrüstchen, Braunkehlchen, Turteltaube und Türkentaube, Feldsperling und Heidelerche leben alle rund ums Haus. Die Zwergohreule ruft jede Nacht im Duett mit den Laubfröschen, die sich manchmal auch ins Haus verirren, und die man bitte liebevoll nach draussen trägt und leben lässt. Auch die Schleiereule wird von einer Nachbarin regelmässig gesichtet. Der Wiedehopf ruft unten in der Ebene. Es ist einzigartig, wenn in warmen Nächten Ziegenmelker schnarren und Zwergohreulen und Laubfrösche rufen. Das ist schwer zu überbieten......... OLBIA |
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